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Das Bestattungsinstitut
Dr. Marion Grant - Lutz Machleid

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Wenn Sie wissen möchten, mit wem Sie es ziu tun haben:

Mein Weg zur Bestatterin war nicht geradlinig. Vielleicht ist gerade das einer der Gründe, weshalb ich heute sehr bewusst versuche, Menschen nicht vorschnell einzuordnen.

Aufgewachsen bin ich in den 1970er-Jahren in einem kleinen Dorf im Rheinland, nahe der niederländischen Grenze – zwischen Obstwiesen, Kartoffeläckern, Hühnern und einer sehr katholisch geprägten Familie.

Nach der Mittleren Reife machte ich zunächst eine Ausbildung zur Bankkauffrau bei der WestLB in Düsseldorf und arbeitete anschließend als Kreditanalystin in Frankfurt und Hamburg. Mit 18 Jahren von zu Hause auszuziehen und auf eigenen Beinen zu stehen, war für mich ein wichtiger Schritt in die Freiheit. Noch entscheidender wurde jedoch der Entschluss, neben dem Beruf das Abitur nachzuholen und noch einmal etwas ganz anderes zu beginnen.

Es folgten das Studium der evangelischen Theologie, die Arbeit in der Gefängnisseelsorge, das Pfarramt, später der Abschied von der Institution Kirche und schließlich die freiberufliche Tätigkeit als Seelsorgerin, Trauerrednerin und Mediatorin.

Viele dieser Stationen hatten auf den ersten Blick wenig mit dem Beruf einer Bestatterin zu tun. Heute weiß ich, wie viel ich aus jeder einzelnen davon mitgenommen habe.

Vor allem habe ich gelernt zuzuhören.

Denn Menschen und ihre Lebensgeschichten sind selten nur schwarz oder weiß. Die Wahrheit liegt fast immer in den vielen Tönen dazwischen. Um sie wenigstens ein wenig zu verstehen, braucht es Zeit, Aufmerksamkeit und manchmal auch die Bereitschaft, die eigenen Vorstellungen zurückzustellen.

Genau das ist für mich auch die Grundlage einer guten Bestattung.

Vita Dr. Marion Grant


seit 2024

Übernahme des Bestattungsinstituts Hönig in Lorsch und Weiterführung gemeinsam mit dem Standort Zwingenberg

seit 2017
Inhaberin des Bestattungsinstituts Nickels in Zwingenberg
zuvor
Freiberufliche Seelsorgerin, Trauerrednerin und Mediatorin, unter anderem Tätigkeit in staatlichen Institutionen
zuvor
Pastorin der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, Pfarramt in Ivenack
Promotion
Promotion zum Thema „Personzentrierter Umgang mit Schuld in der Gefängnisseelsorge“
Studium
Studium der Evangelischen Theologie in München und Heidelberg
vor dem Studium
Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nach Ausbildung und Berufstätigkeit im Bankwesen

Wie ich Bestatterin wurde

2016 brachten mich private Umstände mit meinen Söhnen an die Bergstraße. Zwingenberg kannte ich bereits aus früheren Urlauben und nach vielen Lebensstationen hatte ich hier schnell das Gefühl, angekommen zu sein.

Eigentlich stellte ich mich bei den Bestattungsinstituten der Umgebung als Trauerrednerin vor. Reinhold Nickels in Zwingenberg sagte mir allerdings ziemlich spontan, er brauche keine Rednerin – sondern eine Nachfolgerin.

Am 1. Februar 2017 übernahm ich das Bestattungsinstitut Nickels. Dass mich die Menschen hier als ihre Bestatterin angenommen haben, empfinde ich bis heute als großes Vertrauen.

2024 übergaben mir auch das Ehepaar Wüst ihr Bestattungsinstitut Hönig in Lorsch. Die Räume in der Friedhofstraße haben wir so gestaltet, dass dort neben Aufbahrungen und persönlichen Abschiednahmen auch Trauerfeiern in kleiner Runde möglich sind.

So unterschiedlich beide Häuser und ihre Geschichten sind, unser Anspruch ist derselbe: Menschen in einer schwierigen Zeit ein Stück ihres Weges gut zu begleiten.

Unsere Haltung

Abschied ist so individuell wie das Leben

Bestattungskultur verändert sich. Traditionen, die früher selbstverständlich waren, werden heute hinterfragt. Manche Menschen wünschen sich weiterhin das Grab auf dem örtlichen Friedhof, andere suchen alternative Bestattungsformen. Für manche gehört die Kirche selbstverständlich dazu, für andere ausdrücklich nicht.

Wir finden: Es gibt nicht die eine richtige Bestattung.

Entscheidend ist, was zu dem Menschen passt, der gestorben ist – und zu denen, die zurückbleiben.

Deshalb beginnt unsere Arbeit mit Zuhören.

Wir zeigen Möglichkeiten, geben Orientierung und bringen unsere Erfahrung ein. Aber wir möchten niemandem vorschreiben, wie ein Abschied auszusehen hat.

Ob traditionell oder ungewöhnlich, kirchlich oder weltlich, große Trauerfeier oder Abschied im engsten Kreis: Entscheidend ist, dass es sich stimmig anfühlt.

Nach vielen Jahren als Seelsorgerin, Trauerrednerin und Bestatterin bringe ich viel Erfahrung mit. Gleichzeitig wächst mit den Jahren auch die Demut vor der Einzigartigkeit jedes Menschen.

Denn bei allen Unterschieden verbindet uns vielleicht ein ganz einfacher Wunsch:

gehört, gesehen und als der Mensch wahrgenommen zu werden, der wir sind.

Daran möchten wir in unserem Bestattungsinstitut jeden Tag arbeiten.

Dr. Marion Grant
Bestattungsinstitut Nickels, Zwingenberg
Bestattungsinstitut Hönig, Lorsch